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Chronik des TC Freisenbruch 02 e.V.
In der aufstrebenden Gemeinde Freisenbruch bestand schon lange der Wunsch, unserer Jugend die Möglichkeit zur körperlichen Ertüchtigung zu geben. Freisenbruch hat zu dieser Zeit 6500 Einwohner. Zu diesem Zweck kamen im Hause Sahrhage einige tatkräftige Männer zusammen. Aus den Besprechungen und dem Wollen heraus wurde am 1. Januar 1902 der “Turnclub Freisenbruch“ gegründet. Der TC Freisenbruch 02 gehörte der freien deutschen Turnerschaft an. Weil eine Turnhalle fehlte, wurden die Übungsstunden im Saale Sahrhage abgehalten. Im Laufe der Jahre hat es der Club zu einer beachtlichen Höhe gebracht. Der Club wurde nach und nach in der näheren Umgebung bekannt und in sportlicher Hinsicht ein gefürchteter Gegner. Unzählige Feste wurden besucht und manch schöner Erfolg erturnt, wobei einige schöne Preise den Gang nach Freisenbruch antraten.
Der 1. Weltkrieg brachte zwangsläufig einen Stillstand. Der Club musste ebenfalls sein Opfer bringen. Hiernach ging es mit vereinten Kräften ans Werk. Der Erfolg blieb nicht aus. Wieder eilte der Club von Sieg zu Sieg. Nach jedem Sieg wurden die Turner von der Gemeinde freudig empfangen. Eine weitere Zwangspause erlitt der Club durch ein Verbot im Jahre 1934 und den Ausbruch des 2. Weltkrieges. Dieser Krieg schlug dem Club so große Wunden, dass der Turnsport auch bis heute noch nicht wieder ins Leben gerufen werden konnte.
Um trotzdem für die Ertüchtigung der Freisenbrucher Jugend etwas zu tun, wurde von einigen Mitgliedern und Fußballfreunden die Gründung einer Fußballabteilung ins Auge gefasst. Die Männer der ersten Stunde waren Anton Agethen, Gustav Dapprich, Richard Dapprich sen., Josef Ellermann, Fritz Hoffmann, Walter Kaber, Heinz Mittelbach, Willy Weiß, Karl Looges, Ferdinand Krausch, Julius Kloh, Karl Hagedorn, Josef Möller, Josef Becker, Willi Arnscheidt, Felix Strezelewski und Willi Menning. Unter ungeheueren Schwierigkeiten, wir schrieben das Jahr 1946, brachten es diese Idealisten fertig, die Abteilung zu gründen. Freisenbruch hatte jetzt 10.000 Einwohner. Schuhe von der amerikanischen Besatzung wurden besorgt und daraus Fußbälle und Fußballschuhe gemacht. Aus Mehlsäcken von Edmund Geishauser wurden Fußballtrikots gemacht. Bei Sahrhage im Keller wurde sich gewaschen und umgezogen.
Am 28.08.1946 wurde das erste Spiel auf der Sportanlage Bergmannsbusch ausgetragen. Auch diese Fußballabteilung hat sich nach und nach zu einem beachtlichen Gegner herangebildet. Manch schönes Spiel wurde im Bergmannsbusch und auswärts ausgetragen. Im 170. Spiel nach der Wiedergründung wurde der erste Aufstieg in die Ruhrbezirksliga gefeiert. Es war die Saison 1949/50. Mit 84:35 Toren und 46:14 Punkten wurde der TC F. erstmals Kreismeister.
Die Sportanlage Bergmannsbusch wurde dann, 1955, zunächst in Selbsthilfe, dann unter Mithilfe der Stadtverwaltung zu einer guten Sportstätte umgewandelt. Nicht ohne Grund spricht man noch heute vom “Waldstadion Freisenbruch“. Die Abteilung hat es auch in schwierigen Zeiten fertig gebracht, Senioren- und Jugendmannschaften zu unterhalten. In der Spielzeit 1955/56 machte eine unserer Jugendmannschaften ungeschlagen den Meister. Diese stolze Leistung wurde im Jahre 1980/81 von unserer C-Jugend noch übertroffen. Ihr gelang der Aufstieg in die Niederrheinliga ohne Punktverlust mit 34 : 0 Punkten. Einige dieser Spieler konnten später auch erfolgreich in unseren Seniorenmannschaften integriert werden.
Erneut errang der TC Freisenbruch die Kreismeisterschaft der Senioren in der Saison 1964/65. Diesmal wurden in 30 Spielen 68:26 Tore und 49:11 Punkte erreicht. In diesem Jahr wurde der 1. FC Eiberg mit nur 5 Siegen Letzter. Der TC F. verblieb bis 1970 in der Ruhrbezirksklasse.
Im Jahre 1975 gründete der Verein eine Damen- und später auch noch eine Mädchenmannschaft. Diese wurden betreut von den Sportkameraden Gustav Hoffmann, Uwe Spilker und Willi Jordan. Die Damen spielten sehr erfolgreich sogar in der Landesliga.
Freisenbruch’s treuer und zahlreicher Anhang, der in Steeler Landen seines Gleichen sucht, musste ein gutes Jahrzehnt warten, ehe im Jahre 1980/81 erneut ungeschlagen (!) der Aufstieg in die Bezirksklasse gelang. Von 1984 bis 1995 spielten unsere Mannen dann wieder in der Kreisklasse, um dann erneut, im Jahre 1995/96, unseren Verein in der Ruhrbezirksklasse zu vertreten. Nach einem Abstieg in die Kreisliga gelang in der Spielzeit 1999/00 erneut mit großem Vorsprung die Kreismeisterschaft und damit der Aufstieg in die Bezirksklasse. In der Saison 2001/2002 konnte die Bezirksliga knapp erhalten werden.
Nach dem 100jährigen Vereinsbestehen im Jahre 2002, das mit einige sportlichen wie auch gesellschaftlichen Höhepunkten gebührend gefeiert wurde (u.a. mit Spielen gegen die Erstvertretung von Rot Weiß Essen) ging ein erneuter Ruck durch unseren TC. Vielleicht lag es an der Laudatio, die Herr Rolf Hempelmann, RWE-Präsident und MdB, hielt.
Vielleicht warenes aber auch die guten Wünsche, die uns u.a. durch den Oberbürgermeister unser Stadt Essen, Herrn Dr. Wolfgang Reininger, aber auch durch die des FC Bayern München in Person von Ulli Hoeneß erreichten.
Jedenfalls gelang ein Aufstocken des Seniorenbereiches, in dem der nahezu komplette A-Jugend-Jahrgang zur 2. Mannschaft wurde und bis heute noch so weitgehend zusammen spielt. Der Zweiten folgte die Dritte in der Spielzeit 2004/2005. Wieder kam ein kompletter A-Jugend-Jahrgang „nach oben“.
Beide Teams spielen in der Kreisliga B Südost. Die 1. Mannschaft ist leider in der vergangenen Saison aus der Kreisliga A abgestiegen und spielt nun in der Kreisliga B Süd/Ost.
In der aktuellen Spielzeit verfügt der Verein über vier Seniorenmannschaften (3x Kreisliga B und Alte Herren) und 7 Jugendteams
Zudem freuen wir uns über regelmäßige Gäste. Aus dem Bereich der Freizeitliga hat die Mannschaft des
HFC Essen 84 den Weg zu uns gefunden. Außer den Trainingseinheiten tragen sie auch ihre Spiele auf der Anlage Bergmannsbusch aus.
Und so wird sich heute sicherlich der eine oder andere Fußgänger wundern, wenn ihn seine Schritte in den Bergmannsbusch führen. Täglicher Trainingsbetrieb gleich mehrerer Mannschaften, kein Wochenende ohne Meisterschaftsspiel im Waldstadion – das gab es schon lange nicht mehr....
Und das das so bleiben soll, ist unser aller Ziel.




